Im Rhythmus der Zeit

Die Zeit nimmt Deinen Rhythmus auf.
Sie schwebt und ruht. Wird kurz, wird lang.
Sie schaukelt eine Weile, dann geht sie fort
mit schwerem Schritt, am Tag gebückt,
des Nachts will sie nicht schwinden.
Verschluckt den Tag, verschluckt die Nacht,
sie geht und kommt, als wär' sie nichts
und ist doch alles für das Leben.
Wer nutzt die Zeit, die ewig ist, wem
wird sie lang, wem wird sie kurz, wem
gibt sie Sinn und wem das Glück?
Sie wird nicht Antwort geben.
Nur Du alleine kannst sie finden.
Die Sonne kommt, der Mond nimmt zu,
der Mond nimmt ab, die Sonne bleibt
die gleiche. Und Du, der auf der Schaukel
spielt, schaust, wie das Leben pendelt.
19. April 2016