Sieben Blocher im Bundesrat

Nationalrat Peter Spuhler, enttäuscht, dass man den besten Bundesrat abgewählt habe, meinte, es bräuchte sieben Blocher im Bundesrat. Das beste Rezept, um die Regierung total zu blockieren.

Der beleidigte Milliardär

Seit Milliardär Silvion Berlusconi in Italien die Wahlen verloren hat, bekämpft er mit allen lauteren und unlauteren Mitteln die Regierung. Schon einige Male hat er Romano Prodi totgesagt. Beleidigte Milliardäre sind gefährlich. Rache ist ihr Antriebskraft. Sie setzen Machtmittel ein. Er liebe sein Land, sagt Berlusconi, aber offenbar nur so, wie er es regieren möchte. Gewisse hausbackene Parallelen drängen sich auf.

Trotz-, Droh- und Zornkollektiv

Es ist amüsant zu beobachten, wie sich um den abgewählten Milliardär das Trotz-, Droh- und Zornkollektiv versammelt und ein Gewitter zusammenbraut.

An den Extremen erkennen

Will man wissen, wohin der freie Markt in einer globalen Welt führen kann, muss man auf die Auswüchse schauen. Im Irak kommen private Söldnertruppen zum Einsatz, die totschlagen und morden. Wenn der Staat die Macht und Gewalt an freie Unternehmer delegiert, zulässt, dass das Gewaltmonopol kommerzialisiert wird, sind wir endlich im Mittelalter angekommen.

Bürgerliche Politik

Die Nichtwahl in den Ständerat interpretierte Ueli Maurer als Niederlage der bürgerlichen Sache. Das ist purer Unsinn. Bürgerliche Politik ist ganzheitliche Politik, keine Teilausschnitt-Politik.

Fernsehklatsch

Der italienische Journalist Massimo Mucchetti Feltrinelli schreibt, dreissig Jahre lang im Fernsehgeschäft tätig zu sein, helfe verstehen, dass Klatsch und Geschwätz niemals unschuldig seien. Sie würden von denen alimentiert, die Geld, Macht und Beziehungen hätten. Das Fernsehen sei in der Lage zu schmeicheln, zu unterstützen und einzuschüchtern. Aha! Darum versuchen die Mächtigen sich der Medien zu bemächtigen. Damit sie ihre Kritiker stumm machen und ihnen das Wort verweigern können.