Jan 2007
Dichter sind wie Regenwürmer
31. Januar 2007 Pfefferkörner
(Tages-Anzeiger vom 30. Januar 2007)
Genauer sagte Urs Widmer in Frankfurt am Main, Dichter seien für die Sprachform, was die Regenwürmer für den Boden: Sie lockern das Plattgedrückte. Das ist ein Trost für alle diejenigen unter den Erzählern und Intellektuellen, die Politiker gerne als Schöngeister abtun und damit sagen wollen, sie seien bedeutungslos. Schon oft aber haben sie den Boden unter den Plattgedrückten gelockert.
Genauer sagte Urs Widmer in Frankfurt am Main, Dichter seien für die Sprachform, was die Regenwürmer für den Boden: Sie lockern das Plattgedrückte. Das ist ein Trost für alle diejenigen unter den Erzählern und Intellektuellen, die Politiker gerne als Schöngeister abtun und damit sagen wollen, sie seien bedeutungslos. Schon oft aber haben sie den Boden unter den Plattgedrückten gelockert.
Beim Herumsurfen auf der SVP Homepage
30. Januar 2007 Pfefferkörner
Seht her, wie die Linken unser Land zerstören. Wer bei den Wahlen im Oktober Rot/Grün wählt, beschleunigt den Niedergang der Schweiz.
Diese Aussagen sind mit einigen Aktivitäten von Linksextremen recht dürftig begründet. Wir könnten dagegen die Frage stellen: Wollen wir eine rechtsextreme Rütliradaugesellschaft? Aber was soll diese gegenseitige Aufrechnung, wenn es um die Zukunft der Schweiz in einer weiten Welt geht? Die SVP rechnet offenbar mit der Dummheit der Wählerinnen und Wähler und meint: geht es aufwärts mit der Schweiz, sind wir es, geht es abwärts, sind es die andern!
Diese Aussagen sind mit einigen Aktivitäten von Linksextremen recht dürftig begründet. Wir könnten dagegen die Frage stellen: Wollen wir eine rechtsextreme Rütliradaugesellschaft? Aber was soll diese gegenseitige Aufrechnung, wenn es um die Zukunft der Schweiz in einer weiten Welt geht? Die SVP rechnet offenbar mit der Dummheit der Wählerinnen und Wähler und meint: geht es aufwärts mit der Schweiz, sind wir es, geht es abwärts, sind es die andern!
Freisinn aus den Fugen
29. Januar 2007 Pfefferkörner
Dass an einem Parteitag die Freisinnige Führung nicht fähig ist, dem Parteivolk zu erklären, dass die Abschaffung der direkten Bundessteuer den sozialen Graben im Land vergrössert und die Ideale des Freisinns grob verletzt, enttäuscht mich sehr. So gerät diese (noch immer meine) Partei ausser Rand und Band. Man muss sich dann fragen, ob man noch zu den fünf Prozent Wähler gehört, die von der Abschaffung der direkten Bundessteuer profitieren. Ich würde dann allerdings nicht mehr zu den fünf Prozent gehören.
Plebiszit für Blocher
29. Januar 2007 Pfefferkörner
Christoph Blocher wird mit Sicherheit nach den Wahlen wieder in den Bundesrat gewählt. Die SVP aber schürt Ungewissheit. Damit lässt sich taktisch spielen. Die Wahl im Herbst wird zu einer Pro- oder Kontrakwahl von Blocher hochstilisiert. Blocher ist für die SVP das beste Streitross und Zugpferd. Allmählich aber könnten die Wählerinnen und Wähler diesen taktischen Trick durchschauen. Was geschieht, wenn das Spiel von der hypothetischen Nicht-Wahl von Christoph Blocher von den Stimmenden durchschaut wird und die künstlich geschürte Empörung abklingt?
Wahlprogramm der SVP
23. Januar 2007 Pfefferkörner
Mir kommt das neue Wahlprogramm der SVP wie ein Migros Einkaufszentrum vor: Im Innern des Raumes künstliches Licht, keine Fenster, keine frische Luft und auf dem Gestellen ein Warenangebot, das die Schweizerinnen und Schweizer dick macht, dazu im variablen, für Ausstellungen und Aktionen vorgesehen, Terrain ein Geissbock mit Zotteln. Ein schönes Tier, fürwahr, aber es stinkt.