Schwarze Schafe

Ein Leserbriefschreiber behauptete in der NZZ, man solle nicht scheinheilig tun. Jedermann wisse, was es bedeute, wenn einer als Schwarzes Schaf bezeichnet werde. Es seien ja nicht die «bösen» Ausländer unisono mit dem Plakat gemeint. Das ist wohl richtig. Aber keine Familie verstösst das «Schwarze Schaf». Man versucht es in die Familie zurückzuholen. Oft genug wird aus einem randalierenden Jugendlichen ein strammer, erfolgreicher Mann.

Der Sonntag von Bern

Der schwarze Block störte die SVP bei ihrem Marsch auf den Bundesplatz und demolierte die Einrichtungen der Partei. Jetzt ist der Ruf nach der Bekämpfung der «Schwarzen Schafe» sehr laut geworden. Der Zufall wollte, dass es die SVP traf. Oder war es etwa kein Zufall?

Identitätskrise

«Nella politica americana Dio sembra avere una crisi di identità» (La Repubblica 24.09). Warum? Die amerikanischen Politiker haben die Religion und Gott entdeckt. Es stehen Wahlen bevor. Noch kürzlich sagte G. W. Bush, Gott stehe auf seinen Schultern. Jetzt nehmen ihn auch die Clintons und alle anderen Kandidaten auf ihre Schultern. Gott ist plötzlich nicht mehr ein Republikaner.