Sep 2007
Politiker überschätzen sich
10. September 2007 Pfefferkörner
Georg Christoph Lichtenberg meint: «Die grössten Dinge in der Welt werden durch andere zuwege gebracht, die wir nicht achten, kleine Ursache, die wir übersehen, und die sich endlich häufen.» Hätte G.Ch. L. nicht recht, gäbe es die Sowjetunion noch immer, und Frankreich würde von einem Napoleon regiert. Darum bitte keine Angst vor Christoph Blocher!
Der Stil ist auch Inhalt
10. September 2007 Pfefferkörner
msn in der NZZ vom 8. September:
«Nun ist Wahlkampf, und ‹Skandale› beleben das Geschäft. Es wäre naiv, die Schweiz von diesem international schon längst erprobten Schema verschont zu glauben. Auch hierzulande wird auf den Mann gespielt – zunehmend hart, unfair und mit bösen Tricks …dazu gehört ein gerüttelt Mass an Stillosigkeit.»
Ich habe in meinem Buch «Lust an der Politik» (2000) ausführlich beschrieben, warum der Stil auch Inhalt ist. Der verunglimpfende Stil meint Person und Sache, um die es geht.
«Nun ist Wahlkampf, und ‹Skandale› beleben das Geschäft. Es wäre naiv, die Schweiz von diesem international schon längst erprobten Schema verschont zu glauben. Auch hierzulande wird auf den Mann gespielt – zunehmend hart, unfair und mit bösen Tricks …dazu gehört ein gerüttelt Mass an Stillosigkeit.»
Ich habe in meinem Buch «Lust an der Politik» (2000) ausführlich beschrieben, warum der Stil auch Inhalt ist. Der verunglimpfende Stil meint Person und Sache, um die es geht.
Der Komplott-Plan
10. September 2007 Pfefferkörner
Jeder besonnene Schweizer weiss, dass Christoph Blocher vom Parlament wieder gewählt wird. Warum also immer das Gerücht, es komme im Dezember zur Abwahl? Es ist Propaganda! Es ist Wahljahr. Die Protagonisten des Gerüchts hoffen und lachen, wenn am Ende die Wähler Mitleid mit dem «gefährdeten B» haben. Das gibt Stimmen. Die andern Parteitaktiker gehen der SVP auf dem Leim.
Pasticcio politico
10. September 2007 Pfefferkörner
Nach der Lektüre von «La repubblica», vierzehn Tage lang am Meer, weiss ich, dass die Italiener den «pasticcio politico» satt haben. Wirre politische Aussagen, ständiges Durcheinander, verwickelte Geschichten, Bossi mit seinem losen Maul und Berlusconi, der seine Niederlage nach wie vor nicht verdaut hat, zudem ein Regierungslager, das sich dauernd in den Haaren liegt. Zurück in der Schweiz, treffe ich auf einen «pasticcio politico», der dem italienischen alle Ehre machen würde. Es herrscht eine aufgeregte Diskussion um einen geheimen Komplott-Plan gegen Blocher.
Vorurteile
10. September 2007 Pfefferkörner
Wenn ich einen Text über Vorurteile schreiben müsste, würde ich Georg Christoph Lichtenberg zitieren (Aus Heft A der «Sudelbücher» 26).
«Die Esel haben die traurige Situation, worin sie jetzo in der Welt leben, vielleicht bloss dem witzigen Einfall eines losen Menschen zu danken, dieser ist Schuld, dass sie zum verächtlichen Tier auf immer geworden sind und es auch bleiben werden, denn viele Eselstreiber gehen deswegen mit ihren Eleven so fürchterlich um, weil es Esel, nicht weil es träge und langsame Tiere sind.»
So ist einer Nationalrat, wird Schattenaussenminister - und bleibt es. Ein anderer ist ein Jugo – und bleibt es.
«Die Esel haben die traurige Situation, worin sie jetzo in der Welt leben, vielleicht bloss dem witzigen Einfall eines losen Menschen zu danken, dieser ist Schuld, dass sie zum verächtlichen Tier auf immer geworden sind und es auch bleiben werden, denn viele Eselstreiber gehen deswegen mit ihren Eleven so fürchterlich um, weil es Esel, nicht weil es träge und langsame Tiere sind.»
So ist einer Nationalrat, wird Schattenaussenminister - und bleibt es. Ein anderer ist ein Jugo – und bleibt es.